Hi, mein Name ist Andreas Ernhofer, ich bin 22 Jahre alt, betreibe sehr gerne Sport und studiere nebenbei medizinische Informatik an der TU Wien. Seit ein paar Jahren sitze ich im Rollstuhl, was mich jedoch nicht ausbremst. Mein großes Ziel ist es an paralympischen Spielen teilzunehmen und dabei vielleicht sogar eine Mediale zu erzielen. Du möchtest mehr über mich erfahren? Dann ließ einfach weiter oder sende mir eine Nachricht.

Im Sommer 2014 hatte ich einen Badeunfall, seitdem ich im Rollstuhl sitze. Dabei bin ich jedoch nicht klassisch in zu seichtes Wasser gesprungen, sondern hatte mir durch die Wasseroberflächenspannung nach einem Köpfler aus einem Meter Höhe drei Halswirbel gebrochen.

Während meiner Reha konnte ich meine ersten Kontakte zum Behindertensport machen. Sport war für mich immer schon ein wichtiger Teil meines Lebens und sollte es auch unbedingt nach meinem Unfall bleiben. Ich bin allerdings nicht direkt zum Schwimmsport gekommen, sondern habe zuerst mit Rollstuhlrugby begonnen. Dabei konnte ich in den letzten drei Jahren (2015-2018) drei Staatsmeistertitel erreichen.

Zum Schwimmen bin ich durch meine jetzige Trainingspartnerin und Weltmeisterin Sabine Weber-Treiber gekommen. Ich durfte während meiner Erst-Reha ein paar Mal bei ihrem Training zusehen und habe mich auch sofort gut mit dem Trainer verstanden. Dieser wollte mich dann auch gleich fürs Schwimmen anwerben, allerdings haben wir uns darauf geeinigt, dass ich zuerst die Matura hinter mich bringe. Mein Leben war zu diesem Zeitpunkt sehr stressig, da ich unbedingt das verlorene Semester in der Schule aufholen wollte.

Im Sommer 2016, nach meiner Matura, habe ich mich dann wieder bei ihm gemeldet und durfte direkt in der nächsten Saison ins Training einsteigen. Nach nur geringer Zeit konnte ich dann bereits die ersten Erfolge erzielen und sogar meinen ersten österreichischen Rekord aufstellen. Das war für mich eine enorme Motivation diese Sportart weiter zu betreiben.

Meinen internationalen Einstieg hatte ich erst letztes Jahr (2018). Bei meinem ersten Großevent, der Europameisterschaft im August 2018, konnte ich direkt eine Medaille erzielen, was für mich unerwartet und sehr aufregend war. Ich konnte dabei meine bisherigen Bestleistungen deutlich steigern und dadurch diesen Erfolg erzielen. Dies hat mich selbstverständlich motiviert und Lust auf mehr gemacht.

Neben dem Training studiere ich medizinische Informatik an der TU Wien und bin seit einigen Jahren Mitglied der freiwilligen Feuerwehr Deutsch-Wagram. Hier habe ich seit ich nicht mehr an Einsätzen teilnehmen kann, die Verantwortung über die Öffentlichkeitsarbeit übernommen.

Mein großes Ziel ist die Teilnahme bei paralympischen Spielen. Außerdem hoffe ich immer wieder andere Personen für den Sport begeistern zu können. Unterstützt werde ich dabei vor allem von meinem Trainer und meiner Familie.